Perspektiv-Diorama: Pflaster aus Gips

Ich haben nach der Stellprobe begonnen, die Straßen und Gehwege zu gestalten. Nach intensiven Überlegungen habe ich mich für die Gipsmethode entschieden. Direkt an der Stadtbahn habe ich den Maßstab 1:87. Hierfür lagen noch ein paar Spörle-Silikonformen im Regal für gepflasterte Gehwege. Alle weiteren Gehwege und die Straße mussten aufgrund der Perspektive aber natürlich individuell erstellt werden.

Das Profil der Straße sollte zu den Seiten hin deutlich abfallen, wie dies bei alten Kopfsteinpflasterstraßen so üblich war. Um dies zu erreichen habe ich den Untergrund mit dem Bandschleifer um bis zu 3 mm runter geschliffen.
Die Bordsteine habe ich wie beim Holzhandel-Modul mit kleinen Holzleisten hergestellt. Dies hat beim Gipsen den Vorteil, dass man eine klare Begrenzung hat und zudem eine gleichmäßige Höhe erreichen kann.
Damit der Gips ordentlich auf dem Untergrund hält habe ich ein paar Bohrungen im Holz gemacht, das Holz mit Holzleim eingepinselt und anschließend mit Sand bestreut.

Untergrund der Straßen vorbereiten

Untergrund: Sand aufleimen

Als Straßenbelag habe ich Modelliergips verwendet, den ich beim Anrühren mit etwas Leim für mehr Stabilität versetzt habe.

Straßen aus Gips anlegen

Nach dem Durchtrocknen wurde die Oberfläche plan geschlieffen. Nun kam die lange Zeit des Ritzens. Mit kleinen Holzleisten und einem Bleistift wurden die geplanten Steine vorgezeichnet und dann mit einem Gravierstift ausgeritzt. Als Gravierstift habe ich einen dicken Bleistifthalter mit einem eingesetztem Stahlnagel verwendet:

Gravieren der Straße

Den fertig geritzten Gips behandle ich mit Tiefengrund. Dieser stabilisiert den Untergrund und verhindert, dass der Gips die folgenden Arcylfarben aufsaugt. Anschließend folgt die Bemalung mit Farben von Vallejo.

Pflaster – Farben zur Grundierung

Pflaster – Grundierung

Die direkt sichtbaren Teile der Straße sind nun fertig:

Stellprobe mit Hintergrund

1. April 2019